Bundesweiter Bauherrenwettbewerb „Das goldene Haus 2026“


Holz gewinnt

Die Zeitschrift „Das Haus“ und die LBS Landesbausparkassen haben ihren Wettbewerb „Das Goldene Haus“ in diesem Jahr unter das Motto „Holz gewinnt“ gestellt. Dazu wurden bei Bauherren und Architekten in ganz Deutschland die besten Beispiele für gelungene Projekte mit Vorbildcharakter gesucht. Bei ihrer Entscheidung achtete die Jury besonders auf Aspekte wie clevere Grundrisse, Flexibilität im Lebenszyklus und Potential zum Weiterbau. Vier der acht Preise gingen dieses Mal an Objekte aus dem Geschäftsgebiet der LBS Süd.

Ein mit Holz gebautes Haus vermittelt den Menschen, die darin leben, ein besonderes Wohngefühl. Deshalb gewinnt der Baustoff Holz immer mehr an Bedeutung. Nahezu ein Drittel der neuen Ein- und Zweifamilienhäuser werden inzwischen mit Holz gebaut. Der große Vorteil: Holzbau ist klimaschonend, denn Bäume speichern CO2. Und auch Zimmereien und Holzbauer befinden sich meist in der nahen Umgebung des Bauorts.

Die Gewinner des Wettbewerbs sollen künftige Bauherren zu einer neuen Holzbaukultur mit cleveren und flexiblen Grundrissen inspirieren. Die Objekte zeigen, wie durchdachte Energiekonzepte mit dem Fokus auf Effizienz, Behaglichkeit und einem Weiterbau-Potential langfristig ein nachhaltiges und komfortables Wohnen möglich machen.

Auf jeden Fall enkelgerecht

Der erste Hauptpreis ging an ein Haus im oberbayerischen Unterweikertshofen, das konsequent ökologisch und auch enkelgerecht gebaut wurde. „Wenn schon ein neues Einfamilienhaus, dann so enkelgerecht wie möglich“, dachten sich Sandra und Christoph Ostermair. Wer so bauen möchte, legt nicht nur großen Wert auf ökologische Materialien, sondern auch auf deren Rückbaubarkeit. Dabei wird auf Kleb- und Kunststoffe verzichtet, die Werkstoffe werden stattdessen gesteckt oder geschraubt. Wände werden zum Beispiel mit Lehm verputzt und auf eine komplizierte Haustechnik wird ebenfalls verzichtet.

Mit dem Architekturbüro IFUB* beauftragte die Baufamilie ausgewiesene Spezialisten für diese Bauweise. „Bei der Planung eines Objektes ist es uns sehr wichtig, nachhaltig und sozial zu denken und dafür die gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Deshalb liegt unser Fokus auf wohngesundem und enkelgerechtem – oder wie wir es nennen – gemeinwohlorientiertem Planen und Bauen“, erklärt der verantwortliche Architekt Bernhard Kurz.

Flexible Bauweise

Das für eine vierköpfige Familie geplante Haus sollte sich mit möglichst einfachen Mitteln später einmal in zwei Wohneinheiten umbauen lassen. Deswegen gibt es jetzt schon zwei Treppen im Gebäude, um dieses vertikal trennen zu können. Und es sind auch zwei Bäder vorhanden, die so platziert sind, dass sie sich später jeweils einer Wohneinheit zuordnen lassen. Eine kompakte Außenform und einfache, aber kluge Grundrisse helfen dabei, ein so ambitioniertes Projekt umzusetzen.

Stefan Siebert, Vorstandsvorsitzender der LBS Süd, erklärt bei der Preisverleihung: „Dieses Haus sieht nicht nur toll aus, es überzeugt auf vielerlei Hinsicht. Die Bauweise ist ressourcenschonend und nachhaltig, darüber hinaus hat es den Vorteil, dass man es später in zwei separate Einheiten teilen kann.“ Der erste Hauptpreis ist ein Bausparvertrag, auf den 6.000 € einbezahlt sind.

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